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SP2

 

Maria Laach - Schönstatt

 

Pilgerführer: 44 Seiten, 3,90 € hochwertig, praktisches Format zum Mitnehmen. 

bestellen@patris-verlag.de

ISBN 978-3-87620-437-6

 

Dieser Pilgerweg wurde am 17. Oktober 2015 offiziell von Weihbischof Peters eingeweiht.

 

 

Tourdaten .gpx:

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Weitere Infos bei Alpenverein-Aktiv.com

 

Andernach - Maria Laach

 Maria Laach - Ochtendung

 Ochtendung - Metternich

 Metternich - Koblenz (Deutsches Eck)

 Koblenz - Schönstatt

 

Maria Laach - Schönstatt

62 km

Zuweg von Andernach (18 km)

über Krahnenberg (E8)

Hochkreuz (Rheinburgenweg)
bis Eich. 
Ortsverbindungsstraße nach Nickenich.

Nickenich - Maria Laach 
auf Jakobsweg

 

Wegbeschreibung

 

Kloster Maria Laach

Laacher See

Krufter Ofen

Kruft

Jakobsweg rückwärts nach Plaidt

Plaidt - Ochtendung
auf Rhein-Kyll-Weg durch Nettetal über Burg Wernerseck.

Schönstatt-Kapelle Ochtendung

Karmelenberg (Wallfahrtskirche)

Baumallee Richtung Bassenheim

Abzweig auf Rheinburgen-Weg bis Wolken

Ab "Eiserne hand"/Wolken auf Schönstatt-Pilgerweg nach Metternich

Güls

Moselufer

Koblenz Deutsches Eck

Karmelgefängnis

Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein

Rheinsteig bis zum Urheiligtum in Vallendar - Schönstatt

 

 

Die eigentliche Pilgerführerin war SIE!

Neuer Pilgerweg von Maria Laach nach Schönstatt

 

„Auch unsere Kirche ist eine Marienkirche“, betont Prior P. Albert mit Hinweis auf den Namen der bedeutenden Abtei am Laacher See, Anziehungspunkt für 800000 Besucher jedes Jahr. Nach der Vesper begrüßt Prior P. Albert die Pilgergruppe, die als erste den neuen Schönstatt-Pilgerweg gehen will. Dankend nimmt er das Hinweisschild entgegen, das den Anfang des neuen Pilgerwegs markieren wird. Zwei bedeutende Zentren des Glaubens verbindet der 62 Kilometer lange Weg, der von Maria Laach am Laacher See in der Osteifel über Kruft, Plaidt, Ochtendung, Metternich und Koblenz nach Schönstatt zum Urheiligtum führt.

Unter dem Motto „Näher zu dir!“ ist die Gruppe von 12 PilgerInnen vom 9.-13. September 2015 unterwegs. Auf der ersten Tagesetappe wird der höchste Punkt des Wegs erreicht, die Anhöhe des „Krufter Ofen“ mit einer wunderschönen Aussicht über das Maifeld und einem idyllisch gelegenen Waldsee. Im Naturschutzgebiet Nettetal lohnt der Abstecher zur Burgruine Wernerseck mit einem versteckten Marienbildstock. Ziel des Tages ist die Schönstatt-Kapelle von Ochtendung, die auf einer Anhöhe von weither gesehen werden kann. Umgekehrt wird auch die Gruppe schon von weitem wahrgenommen, und schon läutet es zur Begrüßung vom Kapellchen.

Die zweite Tagesetappe macht Station auf dem Karmelenberg mit der ältesten Barockkirche der Koblenzer Gegend. Der Berg gibt an einem ehemaligen Steinbruch einen Einblick in die Erdgeschichte und den Vulkanismus, der diese Landschaft vor ca. 12000 Jahren geformt hat. Auf dem Weg begegnet man den Spuren der Kelten und Römer. Über Wolken und den Rübenacher Wald gelangt man nach Metternich zum Schönstatt-Zentrum. Dort erwartet die heiligmäßige Sr. Emilie die Pilger, eine der ersten Marienschwestern, die dort gelebt und gewirkt hat. Eine unheilbare Krankheit machte sie zu einer Heiligen, die vielen Menschen auch heute Trost geben kann. Eine Ausstellung und ihr Grab geben Zeugnis davon.

Koblenz Deutsches EckKoblenz Deutsches Eck

Am dritten Tag erreicht man das Urheiligtum in Schönstatt. Erlebnisreich ist der Weg dorthin. Der Aussichtspunkt über Güls und die Mosel hatte schon Kaiser Napoleon beeindruckt. Der Weg führt nach Koblenz zum „Deutschen Eck“, in dessen Nähe das Karmelgefängnis stand, in dem P. Kentenich vor seiner KZ-Zeit in Dachau inhaftiert gewesen war. Dort erinnerte die Pilgergruppe an den 20. Januar 1942, als P. Kentenich sich für das Konzentrationslager entschied. Derselbe Tag, an dem bei der sogenannten „Wannseekonferenz“ in Berlin die „Endlösung der Judenfrage“ – also der Holocaust – beschlossen wurde. Die Fahrt mit der Seilbahn verkürzte den Weg zur Festung Ehrenbreitstein. Von dort geht es auf dem Rheinsteig bis zum Urheiligtum.

Dort wird die Pilgergruppe mit Glockengeläut empfangen. Im Nachhinein passt alles zusammen: zwischen Mariä Geburt und Mariä Namen hätte das Wetter nicht schöner sein können. Überall wurden sie erwartet und freundlich begrüßt, Gemeinschaftserlebnis, Glaubenstiefe… Eine Pilgerin bringt es auf den Punkt: „Das kann man nicht machen. Die Gottesmutter war selber unsere Pilgerführerin!“

P. Lothar Herter